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Vorbeugung

 

Den Körper vor Sonnenbrand schützen

Bestimmen Sie Ihren Hauttyp bei der Schweizer Krebsliga
http://www.sunattack.ch/krebsliga/hauttyp.cfm

1. Meidung der direkten Sonne zwischen 11 und 15 Uhr
2. Schatten aufsuchen, Schatten schaffen und schützende Kleidung tragen
3. Sonnenbrille tragen
4. Ergänzend Sonnenschutzmittel (SPF > 15) einsetzen

Tabelle 1: Empfehlung für den vernünftigen Umgang mit der Sonne

Ein Schutz vor Sonnenbrand ist insbesondere für die ungebräunte Haut erforderlich, die durch UV-Licht sehr schnell verbrennen kann. Deshalb sollte jeder Mensch wissen, welchen Hauttyp er hat und wie lange Sonnenzeiten er zu Beginn damit vertragen kann. Die langsam und kontinuierlich gebräunte Haut kann UV-Strahlen bis zu 10mal besser ertragen als die ungebräunte Haut.

Der beste Schutz vor intensiver Sonne ist durch Kleidung und Schatten gewährleistet (Tabelle 2). Insbesondere während der Mittagszeit von 11.00 bis 15.00 Uhr sollte die direkte Sonneneinstrahlung gemieden werden. Auch danach ist es erforderlich, ungeschützte Hautpartien mit Sonnenschutzmitteln zu schützen. Gerade für die ungebräunte Haut sind hier Schutzfaktoren von 12-15 oder größer erforderlich.

 

Tabelle 2: Lichtschutzfaktor verschiedener Schutzmaßnahmen

 

Lichtschuzfaktor

Dichte Baumwollkleidung

ca. 40

Leichte Baumwollkleidung

ca. 10

Schatten unter einem Baum

ca. 5-15

Schatten unter einem Sonnenschutzschirm

ca. 5

Sonnenhut mit breitem Rand

ca. 10

 

Vor Hautkrebs schützen

Das Hautkrebsrisiko wird bereits in Kindheit und Jugend angelegt. Die starke Zunahme der Oberhautkrebse wie auch des pigmentierten Hautkrebses (Melanom) ist zu einem großen Teil durch vermehrte Sonneneinstrahlung im Kindes- und Jugendalter zu erklären. Hier stehen Urlaube in südlichen Ländern ganz im Vordergrund. Deshalb kommt es vor allem darauf an, Kinder und Jugendliche vor einer vermehrten Sonneneinstrahlung zu schützen.

Auch hier gilt: der beste Sonnenschutz ist durch Kleidung und Schatten gewährleistet. Bei Kindern sollten besonders wirksame Sonnenschutzmittel eingesetzt werden, wenn sie direkt der Sonne ausgesetzt sind. Zu bevorzugen sind hier Lichtschutzfaktoren zwischen 20 und 30, die sowohl einen Schutz gegen UVA-Strahlung als auch gegen UVB-Strahlung gewährleisten (Tabelle 3). Dabei sollte auch darauf geachtet werden, daß diese Lichtschutzpräparate nach Möglichkeit wasserfest sind. Das Eincremen sollte ca ½ Stunde vor der Sonnenexposition erfolgen und muß mehrfach täglich wiederholt werden.

 

Tabelle 3: UV-Strahlung

Unter UV-Strahlung versteht man das unsichtbare, energiereiche Licht, daß ein Teil der Sonnenstrahlung ist. Die UV-Strahlung ist hauptverantwortlich für Alterungsschäden an der Haut.

Art der UV-Strahlung

Wellenlänge

Energie

Wirkung

UV-A

320 - 400 nm

Mittlere
Energie

Hautalterung, in hohen Dosen Hautkrebs, Sofortbräunung

UV-B

280 - 320 nm

Hohe
Energie

Sonnenbrand, Hautkrebs,

Spätbräunung

 

Auch Erwachsene haben bei andauernder Sonneneinstrahlung mit einer Erhöhung des Hautkrebsrisikos zu rechnen. Insbesondere die im Alter entstehenden Oberhautkrebse enstehen durch die chronische Sonneneinstrahlung. In jedem Fall ist es erforderlich, immer ein Sonnenschutzpräparat auszuwählen, daß sowohl vor UV-B-Strahlung als auch vor UV-A-Strahlung in etwa der gleichen Intensität schützt (Tabelle 4). Ebenfalls gilt hier das wiederholte Auftragen von möglich wasserfestem Sonnenschutz während des Tages.

Tabelle 4: Wahl der Lichtschutzfaktoren

 

Lichtschutzfaktor

Kinder, ungebräunte Haut

mind. 10 - 20 für UVA und UVB

Kinder, vorgebräunte Haut

mind. 8 - 16 für UVA und UVB

Erwachsene, ungebräunte Haut

mind. 8 - 16 für UVA und UVB

Erwachsene, vorgebräunte Haut

mind. 6 - 12 für UVA und UVB

 

 

Hinweise zur Früherkennung und Diagnose maligner Melanome

Melanozytärer Naevus

Leberfleck, pigmentiertes Muttermal: zumeist hellbraun bis braun, regelmäßig geformt und pigmentiert, größer als 2 mm

Atypischer melanozytärer Naevus

Unregelmäßig begrenzter und/oder unregelmäßig pigmentierter Leberfleck, zumeist größer als 5 mm

Aktinische Lentigines

Umschriebene einzelne, scharf begrenzte hellbraune bis graubraune Pigmentierung im Hautniveau und zumeist in sonnenexponierten Arealen

Malignes Melanom

Bösartiger Pigmentzelltumor mit möglicher asymmetrischer Konfiguration, unregelmäßiger Begrenzung, unregelmäßiger Pigementierung (Color), Durchmesser größer als 5 mm (ABCD-Regel)


Tipps für die monatliche Eigenuntersuchung

  
  

ABCD - Regel zur Diagnose maligner Melanome

 

A = Asymmetrie der Läsion

B = Begrenzung unregelmäßig, z. T. mit kleinen, zungenförmigen Ausläufern

C = Colorit der Läsion variierend, z. T. schwarze, rötliche oder graue Anteile neben brauner Pigmentierung

D = Durchmesser ³ 5 mm

E = Erhabenheit

 

Bei Vorliegen mehrer Kriterien besteht hochgradiger Verdacht auf ein Malignes Melanom!

Wichtig!
Alle unklaren Hautveränderungen sollten einer Ärztin oder einem Arzt gezeigt werden!





 







 

 
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