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Malignes Melanom

 
Chemotherapie

Als Chemotherapie bezeichnet man den Einsatz von zellwachstumshemmenden (zytostatischen) Medikamenten. Da Tumoren schneller wachsen als andere Gewebe des Körpers, werden durch den Einsatz dieser Medikamente Tumoren besonders stark geschädigt. Bei einem Teil der behandelnden Patienten kommt es zu Rückbildungen der Tumoren, zum Teil auch zur vollständigen Rückbildung (komplette Remission). Die Wachstumshemmung kann auch andere Gewebe des Körpers beeinträchtigen, z.B. die Schleimhäute insbesondere des Magen-Darm-Traktes oder auch das Haarwachstum (Haarausfall als Folge). Die zellwachstumshemmenden Medikamente haben als wichtige Nebenwirkungen die Unterdrückung der Blutbildung (Abfall der Blutwerte), Haarausfall und zum Teil erzeugen sie Übelkeit.

Beim malignen Melanom kann im Stadium der Fernmetastasierung mit der ersten Chemotherapie etwa bei 50% der Patienten eine Stabilisierung des Krankheitsverlaufes oder eine Rückbildung der Tumoren erreicht werden. Dabei ist es nicht möglich, vorauszusagen, wer auf die Behandlung ansprechen wird. Im Falle eines Nichtansprechens muß ein anderes Behandlungsschema versucht werden.

Beim Melanom wirksame Medikamente sind Dacarbazin (DTIC), Cisplatin, BCNU, Vinca-Alkaloide, Temozolomid und andere. Die Medikamente werden zum Teil in Kombination von 2-3 Medikamenten gegeben, zum anderen Teil wird eine Kombination mit immuntherapeutischen Substanzen wie Interferonen vorgenommen.





 







 

 
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